
Arbeiten am Bühnenbild: (v.l.) Lena Wessels, Tomke Flegel und Néa Moewes. © Sabine Nölker
Die Theater-AG des Hildegard-von-Bingen-Gymnasiums präsentiert Ludwig Tiecks „Der Runenberg“ am 29. Januar in der Aula. Mit Herzblut, Musik, selbst gestaltetem Bühnenbild und fantasievollen Kostümen bringen die Schüler das romantische Kunstmärchen auf die Bühne.
Twistringen – Für viele Schülerinnen und Schüler ist „Der Runenberg“ von Ludwig Tieck eine Pflichtlektüre, für die Theater-AG des Hildegard-von-Bingen-Gymnasiums ein Stück, das es wert ist, auf die Bühne gebracht zu werden. Mit Herzblut, Leidenschaft und viel Spaß laufen aktuell die Proben für die Aufführung am 29. Januar um 19 Uhr in der Aula der Schule.
Während sich draußen die Welt in eine Winterlandschaft verwandelt, hocken Tomke Flegel, Néa Moewes und Lena Wessels im Kunstraum des Gymnasiums auf dem Fußboden. Eifrig malen sie am Bühnenbild für ihr Stück, während Lehrerin Angelika Willner für Getränke und Süßes sorgt. Die drei Schülerinnen lieben das Theater und alles, was dazu gehört. „Die Proben, die Gemeinschaft, das gemütliche Beisammensein und der Spaß haben mich dazu veranlasst, zum zweiten Mal an der AG teilzunehmen“, erklärt Lena Wessels. „Und es macht mir Spaß, auf der Bühne zu stehen.“ Wie Tomke Flegel. „Ich habe schon ganz früh mit Krippenspielen angefangen und hatte auch Darstellendes Spiel hier an der Schule.“ Sie habe keine Theateraufführung des Gymnasiums verpasst und wollte einfach zurück auf die Bühne.
„Ich habe letztes Jahr die Aufführung der Theater-AG gesehen und war bei der After-Show-Party dabei“, führt Néa Moewes aus. „Und da auch zwei meiner Freundinnen dabei sind, habe ich mich auch angemeldet.“
Alle drei sind voll des Lobes für ihre Lehrerin Angelika Willner. „Sie gestaltet die AG einfach toll!“ Es gibt viel zu lachen, jeder hat Mitspracherecht bei den Texten, bei den Kostümen sowie beim Bühnenbild. „Oft gibt es am Ende unserer Treffen Pizza oder Döner, wir klönen noch stundenlang“, so Lena Wessels. Ganz nebenbei lerne man seine Rolle und das Stück kennen. „Eigentlich fand ich das Buch gar nicht so gut“, gibt eine der Drei zu. Tieck schrieb sein Werk, das als Beispiel des romantischen Kunstmärchens steht, bereits 1804. Aber Willner habe es überarbeitet – mehrfach, und zusammen mit der Musik, den Kostümen und dem Bühnenbild sei laut dem Trio ein tolles Theaterstück entstanden.
Darin geht es um Christian, einen jungen Mann, der sein bürgerliches Leben verlässt und von einem geheimnisvollen Berg angezogen wird. Dort erlebt er übernatürliche Ereignisse, die ihn tiefgreifend verändern und seine Rückkehr ins normale Leben erschweren. Neben Tomke Flegel, die den jungen Christian spielt, Lena Wessels als Fremder 1 und Néa Moewes, die sowohl in die Rolle der Leonore als auch in die des Fremden 2 schlüpft, stehen noch Charlotte Sander als Vater, Josie Hillmann als alter Christian sowie Laureen Arbid-Kuhlmann als Pächter auf der Bühne. Die Runenfrau und das Waldweib spielt Leonie Mock.
Der Eintritt ist frei, Spenden werden jedoch gern gesehen. Vor und nach der Vorstellung sowie in der Pause bieten die Schülerinnen und Schüler Snacks und Getränke an. Der Erlös fließt in die Abibälle.


